Vor ein paar Wochen stand ich in diesem Modulhaus und habe mich umgeschaut. Helle Wände, viel Licht, eine riesige Fensterfront. Und plötzlich war da diese Frage in meinem Kopf: Wie fühlt es sich wohl an, wenn ich hier demnächst morgens aufwache?
Ich habe es ganz genau vor mir gesehen. Ich gehe barfuß in die Küche und hole mir ein Glas heißes Wasser. Dann stelle ich mich an die große Fensterfront. Draußen liegt Nebel über dem Gras. Dahinter Wiesen, Wälder und Weiden. Und im Garten stehen Rehe und fressen meine Blumen.
Heute schaue ich morgens auf eine Hecke. Der Blick aus dem Fenster wird in Zukunft schöner. So viel steht fest.
Seit diesem Moment wache ich jeden Morgen mit diesem Bild auf. Und es fühlt sich so selbstverständlich an, als würde ich es schon erleben. Dabei liege ich noch in unserem großen Schlafzimmer im alten Haus. Das Grundstück haben wir noch gar nicht gekauft. Erst muss unser Haus verkauft sein.
Manchmal schleicht sich die Frage in meinen Kopf, was ist, wenn es mit dem Grundstück doch nicht klappt. Ehrlich? Das wäre richtig schade. Dieses Bild ist so fest in meinem Kopf verankert, dass ich mir gerade keinen anderen Ort vorstellen kann.
Aber ich bin ein Mensch, der mit einer Situation umgeht, wenn sie da ist. Und bis dahin träume ich. Vom Nebel. Von den Rehen. Von meinem Glas heißem Wasser an der Fensterfront.
Und du? Welches Bild trägst du gerade in dir, auf das du dich jeden Morgen freust?

